Musiktherapie bei Demenzerkrankungen


Im Gehirn sind Sprache und Musik an zwei verschiedenen Stellen abgespeichert. So ist zu erklären, dass ein Mensch, der aufgrund einer Demenzerkrankung nicht mehr sprechen kann, häufig Texte von Liedern, die er in seiner Jugend gelernt hat, mitsingen kann.

Das Ohr ist das erste Sinnesorgan, das dem Menschen Eindrücke übermittelt und es ist das letzte Sinnesorgan, das Eindrücke aufnimmt.

Über Töne und Klänge können Menschen während ihres ganzen Lebens erreicht werden. Musik wirkt non-verbal, das heißt, sie braucht die Sprache nicht.

Sieben Jahre habe ich als Musiktherapeutin im Geriatrischen- und Rehabilitationskrankenhaus, Am Krähenberg in Hofgeismar gearbeitet.
Während der Musiktherapiestunden, die einmal wöchentlich angeboten wurden, verbesserten sich das Wohlbefinden und der emotionale Ausdruck von Demenzerkrankten deutlich.

Jeder Mensch hat ein elementares Bedürfnis, sich mitzuteilen.
Wenn die Sprachfähigkeit nachlässt, gewinnen non-verbale Kommunikationsformen zunehmend an Bedeutung und ermöglichen insbesondere auch die Äußerung von Emotionen