Systemische Beratung


Die systemische Beratung betrachtet den Menschen als ein Individuum, das in Systemen eingebettet lebt. Mit Systemen sind hier gemeint: Familie, Gruppen, Organisationen etc.
Der Einzelne wird nicht als das Problem, sondern als Symptomträger für die Störungen im System betrachtet.

In der beratenden Arbeit werden Wachstumsprozesse angestoßen, die den Klienten und damit auch das System verändern.

Diesem Therapieansatz liegt die Annahme zugrunde, dass es eine objektive Wirklichkeit nicht gibt, sondern dass der Mensch sich seine Weltsicht selbst gestaltet und das diese veränderbar ist.
Dies ermöglicht eine Neuinterpretation des eigenen Denkens und Handelns.

Um eine andere Sicht auf die Welt zu ermöglichen, wurden Methoden entwickelt, bei denen Perspektivwechsel initiiert werden.

Der methodische Handwerkskoffer der systemischen Schule ist reich bestückt, hier ein paar Beispiele:
- Fragetechniken, das sogenannte zirkuläre Fragen
- Arbeit mit Sprachbildern
- Suche nach Ausnahmen
- Externalisierung
- Gedankenexperimente

Wichtig ist die Auftragsklärung, denn „wenn man nicht weiß, wo man hin will, muss man sich nicht wundern, wenn man nirgendwo ankommt.“
Das bedeutet, dass die systemische Beratung ziel- und lösungorientiert arbeitet.

Jeder Mensch trägt die Lösung seine Probleme in sich, ab und zu braucht er beratende Hilfestellung, um sie zu erkennen.